Internationaler Masterstudiengang Germanistische Sprach-, Kultur- und Literaturwissenschaft Kassel-Szeged

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Leiter des Studienganges: Dr. habil. Endre Hárs
Ansprechspartner bei Fragen des Studiums: Dr. habil. Endre Hárs

 

Der internationale Masterstudiengang germanistische Sprach-, Kultur- und Literaturwissenschaft Kassel-Szeged entstand in Kooperation der germanistischen Institute der Universität Kassel und Szeged und wurde vom DAAD gefördert. In dem vier Semester umfassenden Studienprogramm ist ein Aufenthalt von einem Semester an der Partnerhochschule vorgesehen. Der Masterstudiengang schließt mit einem Doppeldiplom (double degree), das von den Universitäten Kassel und Szeged ausgestellt bzw. anerkannt wird.

Der internationale Master beinhaltet die Kooperation zweier unterschiedlicher Fachkulturen und bietet unterschiedliche Perspektiven auf gemeinsame Forschungs- gegenstände und Lehrgebiete. Enstsprechend sollen sprach- und literaturwissenschaftliche Inhalte und Forschungstraditionen einander gegenübergestellt und im gegenseitigen Dialog reflektiert werden. Besonderer Wert wird auf kultur- und medienwissenschaftliche Aspekte, auf die Betrachtung von Sprache und Literatur im europäischen Kontext und auf die Forschungsorientierung des Programms gelegt. Damit werden Voraussetzungen für die wechselseitige Verzahnung der Inlandsgermanistik mit der Auslandsgermanistik erfüllt.

Potenzielle Berufsfelder finden sich in kulturellen und wirtschaftlichen Bereichen auf dem internationalen Arbeitsmarkt, z.B. im Journalismus (Printmedien, Funk und Fernsehen), Verwaltung kultureller Einrichtungen (Stiftungen, Museen), Organisationen des internationalen Austauschs in den Bereichen Kultur und Lehre (DAAD, Goethe-Institut), Werbung und Public Relations usw. Darüber hinaus soll die Möglichkeit zu einer wissenschaftlichen Laufbahn geboten werden.

Der internationale Masterstudiengang germanistische Sprach-, Kultur- und Literaturwissenschaft Kassel-Szeged besteht aus Aufbaukursen (6 Kredits) Basismodulen (32 Kredits), Fachmodulen: (a) Wahlpflichtmodul (= Spezialisation) Sprache und Literatur 1 oder (b) Wahlpflichtmodul Sprache und Literatur 2 ( je 52 Kredits); Wahlmodul (10 Kredits) und Prüfungsmodul (= Magisterarbeit) (20 Kredits).

Die Aufbaukurse erörtern die verschiedenen Theorien und Methoden der germanistischen Literatur-, Kultur- und Sprachwissenschaft, vertiefen die Kenntnisse und entwickeln die Fertigkeiten der Textanalyse. Im Basismodul „Deutschsprachige Literaturen im mitteleuropäischen Kontext“ (12 Kredits) werden für die historische Region spezifische literatur-, kultur- und kunstgeschichtliche Themen sowie interkulturelle Beziehungen im mitteleuropäischen Raum behandelt. Im Rahmen des Basismoduls „Deutsch im Kontrast“ (12 Kredits) wird die deutsche Sprache aus der Außenperspektive dargestellt, es wird Einsicht in ihre linguistische und kulturelle Charakteristik geboten, sowie die Fähigkeit zum Umgang mit kontrastiven Analyseverfahren entwickelt. Das Basismodul „Fachsprachenausbildung Deutsch“ (5 Kredits) zielt auf die fachliche Sprachausbildung auf Oberstufe und auf die Annäherung an die Niveaustufe C2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens. Im Basismodul „Methodik kulturwissenschaftlicher Forschungen“ (3 Kredits) werden kulturwissenschaftliche Theorien, Methoden und Forschungsthemen vermittelt und gemeinsame kulturwissenschaftliche Projekte durchgeführt.

Zu Beginn des zweiten Semesters ist ein Wahlpflichtmodul, entweder (a) Sprache und Literatur 1 oder (b) Sprache und Literatur 2 zu wählen. Bestandteil beider Wahlpflichtmodule sind die im Kasseler Semester zu absolvierenden Module „Literaturwissenschaft als Kultur- und Medienwissenschaft” (12 Kredits) bzw. „Sprachwissenschaft als Kulturwissenschaft” (12 Kredits). Im Rahmen beider Spezialisationen sind weiters vier Veranstaltungen (Kulturtechniken des Schreibens und Lesens, Valenztheorien und ihre lexikographische Anwendung, Texttheorien, Masterarbeit Begleitseminar) zu besuchen.

Im Rahmen des Wahlmoduls sind drei frei wählbare Lehrveranstaltungen jeweils aus dem Lehrveranstaltungsangebot der beiden Germanistischen Institute zu absolvieren.

Die Regelstudienzeit für das Masterstudium beträgt vier Semester einschließlich der Masterarbeit.

Das Curriculum des Studiengangs ist hier erreichbar.

Siehe auch die Homepage der Universität Kassel hier. 

Abschlussprüfung

Die Abschlussprüfung ist vor einer Prüfungskommission abzulegen.

I. Zulassung

Vorbedingung zum Antreten der Abschlussprüfung ist das Absolutorium und das Einreichen der Diplomarbeit bis zum festgelegten Zeitpunkt.

Die Diplomarbeiten können zu linguistischen, literatur-, kultur- und medienwissenschaftlichen Themen Themen geschrieben werden.

II. Konzeption

Die Abschlussprüfung besteht aus zwei Teilen:

(1) Verteidigung der Diplomarbeit (45 bis 50 Seiten)

(2) Prüfungen in den Themenbereichen: Lingusitik, Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaft.

Zu (1) Die DiplomandInnen sollen die Diplomarbeit in einem kleinen Vortrag zusammenfassen, wobei u.a. auf Themenwahl, Aufbau der Arbeit, kurze Forschungsgeschichte des untersuchten Bereiches und Ergebnisse eingegangen wird. Anschließend sollen die Fragen und kritischen Bemerkungen der Gutachter beantwortet werden. Die Gutachten werden den KandidatInnen mindestens eine Woche vor der Verteidigung zur Verfügung gestellt. Im Weiteren können von der Kommission zusätzliche Fragen gestellt werden, die ebenfalls zu beantworten sind.

Zu (2) Die DiplomandInnen werden in den Bereichen Linguistik, Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaft geprüft.

In Linguistik wird von den 10 Prüfungsthemen eine Prüfungsfrage besprochen.

In Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaft wird von den 10 Prüfungsthemen eine Prüfungsfrage besprochen. Die Themen richten sich nach dem aktuellen Kursangebot und werden zu Beginn des vierten Semesters bekanntgegeben.

III. Bewertung

Die Abschlussprüfung wird mit den folgenden Teilnoten bewertet:

(a) zwei Noten der beiden GutachterInnen

(b) eine Note für die Verteidigung

(c) Durchschnitt der Noten der fachlichen Prüfungen in Linguistik, Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaft.

(Anmerkung: Obige Teilnoten ergeben nur die Gesamtnote der Abschlussprüfung. Das Ergebnis des Diploms setzt sich aus obigen und weiteren Noten zusammen wie denen von Zwischenprüfungen u.a.)

Anforderungen an Seminararbeiten und Diplomarbeit

In den ersten drei Semestern sollen zwei Seminararbeiten angefertigt werden: eine in Literatur- Kultur- und Medienwissenschaft und eine in Sprachwissenschaft.

Informationen zum Umfang und zu den formalen Anforderungen finden Sie in den Files „GFI Stylesheet Seminar- und Diplomarbeiten” bzw. „GFI Titelblatt Seminar- und Diplomarbeiten” unter Letöltések / Dokumente zum Herunterladen.

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